Cuidad de México - Mexico Stadt

20. November 2006 bis 28. Februar 2007

Wie immer möchten wir keinen kompletten Überblick über die Geschichte der Stadt oder die Stadt selbst geben... da müsst ihr schon selbst hinfahren :o) oder einen Reiseführer studieren.

Hervorheben möchten wir aber ein paar nützliche Tipps und persönliche Highlights.

 Apropos Reiseführer: Wir haben den von Baedeker, der sehr umfangreich bezüglich der Geschichte, Kultur und der Sehenswürdigkeiten ist, allerdings manchmal ein bisschen die praktischen und alltäglichen Sachen vermissen lässt. Zu empfehlen ist der Reiseführer von Stefan Loose, der als die deutschsprachige Variante des sehr ausführlichen und für Backpacker bestens geeigneten Loneley Planet gilt.  

Die Stadt

Die Stadt ist riesig... die größte der Welt... und es ist einfach unmöglich sie vollständig kennenzulernen.

Es lohnt sich, eine Fahrt mit dem Touristenbus zu unternehmen, um einen ersten Eindruck von den Sehenswürdigkeiten der Stadt zu bekommen.

Sehenswertes

Plaza Garibaldi – Mariachis – Michelada

Auf dem Plaza Garibaldi – einem Platz im Zentrum der Stadt - spielen abends die Mariachis. Diese Musikgruppen – das Sinnbild für mexikanische Musik – bestehen meistens aus Geigern, Gitarristen, Trompetern und einem Sänger. Sie tragen traditionelle Anzüge und breitkrempige Hüte und man kann sie dort mieten, d.h. man bezahlt eine Band und dann spielt und singt sie voller Inbrunst mexikanische Lieder über Liebe, Ehre und Tod. Auf diesem Plaza konkurrieren meistens etwa 20 dieser Gruppen um die Gunst der Zuhörer, da kann es schon mal etwas laut werden.

Getrunken wird dazu Michelada... ein scheußliches Gebräu. Dabei wird Limonensaft mit Salz vermischt (von beidem nicht zu wenig) und mit Bier aufgefüllt. Man bekommt es meistens in Literbechern aus Styropor und der Rand des Bechers wird in Chilipulver getaucht... wer also keinen Strohhalm hat, der trinkt lieber nichts davon!

Sicherheitstechnisch gibt es über den Plaza Garibaldi sehr unterschiedliche Meinungen. Die einen sagen man sollte dort abends überhaupt nicht hingehen, weil bewaffnete Raubüberfälle an der Tagesordnung sind. Die anderen meinen, dass man einfach keine Wertgegenstände mitnehmen und ein wenig die Augen offen halten sollte. Generell gilt aber: je später der Abend, desto unsicherer ist es dort.

Teotihuacán

Diese eindrucksvolle Ruinenstätte befindet sich 50 km nordöstlich von Mexico City. Teotihuacán bedeutet ‘Platz, an dem man zum Gott wird’ und in den ersten 600 Jahren unserer Zeitrechnung war es die einflussreichste politische und religiöse Macht Mittelamerikas. Die gigantische Anlage ist die bisher größte ausgegrabene altindianische Ruinenstätte der Welt.

Von der Sonnenpyramide, die etwa 63 m hoch ist, und auch von der Mondpyramide, 46 m hoch, kann man einen fantastischen Blick über die Anlage genießen.   

Über die Erbauer, die Sprache und die Geschichte Teotihuacáns weiß man nichts, man nimmt aber an, dass die Stadt 350 n. Chr. bereits größer war, als das damalige Rom und wahrscheinlich 200 000 Einwohner zählte.

Für den Besuch eignet sich am besten ein Wochentag, da die Anlage an den Wochenenden oft überlaufen ist und man schon mal 45 Minuten anstehen muss, um auf die Pyramiden zu gelangen.  

Centro Historico

Das Centro Historico kann man gut zu Fuß erkunden, vielleicht aber nicht an einem Tag. Es gibt Kirchen, den Nationalpalast, eine Ausgrabungszone u .a. zu sehen. An Sonntagen ist das Stadtzentrum nicht so voll.

Zona Rosa

Das ist das Stadtviertel, in dem wir wohnen. Hier findet man viele Hotels, Bars, Restaurants und Nachtclubs, aber auch Geschäfte.

In den meisten Reiseführern fehlt allerdings völlig der Hinweis darauf, dass die Zona Rosa das größte Schwulenviertel der Stadt, wenn nicht Mittelamerikas ist.

Verkehr

In den meisten Reiseführern wird davon abgeraten, in Mexico City selbst Auto zu fahren. Tatsächlich ist der Verkehr in der Woche und vor allem in der Rush Hour zum Teil chaotisch, aber am Wochenende ist das Autofahren kein Problem.

Die Metro ist das wichtigste Fortbewegungsmittel. Das Streckennetz ist gut ausgebaut und das System ist einfach und gut verständlich. Vorsicht vor Taschendieben!

Taxis gibt es etwa 90 000 in Mexico City. Man kann sie bei Bedarf an der Straße anhalten. Davor wird allerdings in vielen Reiseführern gewarnt, weil es häufig zu Überfällen gekommen ist. Man sollte darauf achten, dass die Lizenz gut sichtbar im Fahrzeug angebracht ist.

Sicherer sind die ‚Sitio-Taxis’, die an festen Stellen stehen oder die man anrufen kann.

Hoteltaxis sind teuer und man sollte vorher unbedingt einen Preis aushandeln.

Die Rushhour, hier ungefähr 2 Stunden später als in Deutschland, sollte man meiden. Sowohl Busse und Bahnen sind dann überfüllt und es ist schwer, ein freies Taxi zu finden. Außerdem staut sich der Verkehr vielerorts.

Restaurants

Es gibt in Mexico City zahllose Restaurants... da bleiben keine Wünsche offen!

Wir möchten nur einige Restaurants erwähnen, die uns besonders gefallen haben.

Zum einen das Chalet Suizo in der Zona Rosa, das sich als das beste schweizer Restaurant außerhalb der Schweiz rühmt. Dort bekommt man unter anderem Bratwurst mit Rösti und Sauerkraut, Geschnetzeltes und leckeres Käsefondue.

Das Quebracho ist ein argentinisches Steakhaus. Die Qualität des Fleisches ist sehr gut und man sollte es nicht versäumen die leckeren Salate zu probieren, die am Tisch frisch zubereitet werden.

Ein uruguaisches Steakhaus ist das Don Asado (im Stadtviertel Condesa). Auch hier sind die Steaks wirklich gut und die Atmosphäre ist sehr gemütlich.

Wer sich vor ‚Montzumas Rache’ fürchtet, sollte es besser unterlassen, an den zahlreichen Essensständen an der Straße zu speisen... so jedenfalls die Meinung einiger Einheimischer.

Sprachkurs

Sprachkurse für Ausländer werden in Mexico City viele angeboten. Sie unterscheiden sich im Preis und sicherlich auch in der Qualität.

Eine recht gute und günstige Sprachschule befindet sich in der Zona Rosa in der Calle Hamburgo 66.

Nähere Informationen zu den Preisen und angebotenen Kursen gibt es hier: www.celcum.com.mx

Die Atmosphäre ist sehr herzlich, fast familiär und die Gruppen bestehen im Durchschnitt aus 4 Personen. Es gibt verschiedene Levels (Einstufungstest), je nachdem, ob man schon spanisch spricht oder nicht.

Ein klitzekleiner Nachteil ist allerdings doch zu nennen: In dieser Sprachschule lernen sehr viele Koreaner, was das Lerntempo ein wenig bremst.

Angloamericano

www.angloamericano.com.mx

Eine weitere Sprachschule, um spanisch zu lernen, mit ähnlichen Preisen und Bedingungen.

Acapulco

Acapulco ist der wohl berühmteste Badeort Mexicos. Allerdings ist es kein Ort für einen entspannten ruhigen Badeurlaub, da die Bucht regelrecht zubetoniert wurde, die Strände oft sehr voll sind und sich unzählige Restaurants, Bars und Diskotheken aneinander reihen. Außerdem hat Acapulco in den letzten Jahren mit der zunehmenden (Umwelt-)verschmutzung zu kämpfen.  Esa gibt keine gut funktionierende Kanalisation, so dass es in einigen Teilen der Stadt sehr unangenehm riecht.

Pie de la Cuesta

Pie de la Cuesta liegt etwa 12 km nordwestlich von Acapulco. Dieser Ort ist vor allem bei in Mexico City lebenden Europäern beliebt. Die Strände sind sehr schön und oft fast menschenleer (in Gegensatz zu Acapulco). Die Brandung ist allerdings sehr stark, so dass das Baden im Meer sehr gefährlich ist. Es gibt einige kleine Hotels und Restaurants, sonst geht es eher beschaulich zu.

Klippenspringer von La Quebrada

Dieses berühmte touristische Highlight in Acapulco, bei dem Felsenspringer von einer 42 Meter hohen Klippe in eine nur 5 Meter breite Bucht springen, ist meist überfüllt, vor allem abends. Man sollte daher rechtzeitig kommen und sich einen guten Platz auf der Aussichtsterrasse sichern, denn schon in der zweiten Reihe sieht man fast nichts mehr. Der Eintritt zur Aussichtsterrasse kostet 35 Pesos (inklusive einem Getränk).